29.Juni 2018

Zeitungsartikel von Raumschiff Schlagerstern

Raumschiff Schlagerstern

„Raumschiff Schlagerstern“ landet im Theater an der Niebuhrg

Diego Tenore

OBERHAUSEN.   Die Musical-Komödie „Raumschiff Schlagerstern“ feiert Premiere im Theater an der Niebuhrg. Anspielungen auf die „Enterprise“ sorgen für Lacher.

Da ist diese Chance, Captain eines Raumschiffes zu werden. Für Jörg, einen erfolgreichen Absolventen der „Sternenflottenakademie“, wohl die Chance seines Lebens. Fremde Planeten erforschen und geheime Missionen beschreiten – für Jörg ein Wunsch von klein auf. Und dennoch: So überzeugt wirkt er nicht, als ihm das Raumschiff „Schlagerstern“ zugewiesen wird. Und was tut ein Captain am besten, wenn ihm die Situation zu Kopf steigt? Er singt!

Harmlos fängt es an

Am Freitag feierte das Ensemble der Niebuhrg Premiere mit der Musical-Komödie „Raumschiff Schlagerstern“, in einer Inszenierung von Thomas Schiffmann und mit den Liedtexten von Alexander Palm. Der Saal war zur Premiere nur halb voll – schade, angesichts der kultigen Gags, die ihr Publikum mit vielen Lachern lösten.

Dabei fängt alles ganz harmlos an. Wir schreiben das Jahr 2210. Auf dem besagten Raumschiff läuft alles seinen gewohnten Gang. Leutnant Futura (mit starker Stimme: Nina Barton) konzentriert sich voll und ganz auf ihre Maniküre.

Der Ingenieur Pottie (Gordon Heckes) und Schiffsarzt Brille (Mariano Skroce) sind nur halbherzig in ihre Arbeit vertieft, haben sie doch beide ein Auge auf Futura geworfen. Lediglich der Wissenschaftler Mister Schmock (Thomas Schiffmann) konzentriert sich voll und ganz auf seine persönliche Suche nach der Logik.

An diese Konstellation gewöhnt sich Neuankömmling Captain Kirk, Verzeihung, Jörg (Markus Peters) schnell, hat er doch mit seiner Mannschaft einen streng geheimen Auftrag zu erfüllen: Stella, eine Amazonenkönigin (verführerisch: Anna Kniel) wurde entführt und muss schleunigst zu ihrem Heimatplaneten zurück gebracht werden.

Gut, dass es noch das Roboter-Mädchen Rita (mit grandioser Mimik: Julia Jochmann) gibt, die auf Grund technischer Probleme zwar starke Schwankungen in ihrer Motivation hat, aber in vielen Dingen den richtigen Riecher beweist.

Feindliche Aliens

So nimmt die Handlung ihren Lauf: Feindliche Aliens bedrohen das Schiff, zwei Polizisten erscheinen zur allgemeinen Verkehrskontrolle und die Amazone, selbst ernannt „heiß wie ein Vulkan“, verdreht den Herren der Schöpfung reihenweise die Köpfe.

Es ist ein rasantes Stück, was die Darsteller mit großer Spielfreude und wahren Schmuckstücken der deutschen Musikgeschichte auf die Bühne der Niebuhrg brachten. Wenn Klassiker wie „Über den Wolken“ oder „Aber bitte mit Sahne“ mit abgewandeltem Text durch diese offensichtliche „Raumschiff Enterprise“-Parodie führen, dann ist das sehr nostalgisch – aber vor allem irre komisch.

Den passenden Rahmen gibt das detailverliebte Bühnenbild: Blinkende Lämpchen, massenweise Bildschirme und Tastaturen und exotische Pflanzen untermauern diesen galaktischen Trip.

Ob es am Ende gut ausgeht, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten – das Publikum bedankte sich jedenfalls mit reichlich Applaus.

>>> Info: Karten gibt es online oder in der Niebuhrg

Das Musical „Raumschiff Schlagerstern“ ist noch an drei weiteren Terminen zu sehen: am Freitag, 6. Juli (20 Uhr), Samstag, 7. Juli (20 Uhr) sowie am Sonntag, 8. Juli (16 Uhr).

Die Vorstellung dauert zweieinhalb Stunden und hat eine Pause. Karten für 24, ermäßigt 6 bis 22 Euro gibt es im Vorverkauf im Internet auf der Seite niebuhrg.de oder im Ticketshop des Theaters an der Niebuhrstraße 61.

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