60. Todestag von Claire Waldoff


Claire Waldoff
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Informationen:

Claire Waldoff führte ein Leben, das erzählt werden muss. Katrin Schinköth-Haase setzt mit Waldoff-Liedern und Texten einige Blitzlichter auf das Wirken und Schaffen einer Frau, die sich in jeder Lebenslage treu geblieben ist und sagen konnte „Ich habe nie für die feinen Pinkels gesungen“.
Die Sängerin und Schauspielerin Katrin Schinköth-Haase gibt die Waldoff sehr modern – rotzig, warmherzig und stark – mit einer beeindruckenden Stimme. Wie sie da so steht in weitem Männerhemd, mit rotem Schlips und flammendem Haar wirkt sie schon rein äußerlich wie eine Reinkarnation der einstigen Kabarettkönigin. Sie ist der legendären Berliner Kabarettistin und Chansonnette ebenbürtig. Claire Waldoff lebt schnell, laut und intensiv; niemand grölt so empfindsam wie sie. Ihre Lieder werden auf der Straße gepfiffen, sie ist die bestbezahlte Künstlerin in ganz Berlin, verkauft massenhaft Schallplatten und – kauft sich eine Gartenlaube.
Ihr „Wer schmeißt denn da mit Lehm“ ist der Soundtrack zur Weltwirtschaftskrise. Sie füttert ihre Freunde (meistens Maler) durch, lebt in einer Dauerbeziehung mit einer Frau – Olly von Roeder. Sie ist emanzipiert, bevor es das Wort gibt, und vermarktet sich ein Leben lang selber. Bei den Obrigkeiten eckt sie an, aber von den Bühnen kriegt sie keiner, das Kaiserreich nicht und die Nazis auch nicht. Ihr „Hermann heeßt er“ wird im Volksmund zum Spottlied auf Hermann Göring. Joseph Goebbels, der Bock vom Babelsberg, muss „damit leben, dass es sie gibt“.

Weitere Infos finden Sie auch hier: http://www.revolverschnauze.de/

 

Es spielen für Sie: 

Katrin Schinköth-Haase

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